21.02.10
Jahresbericht 2009
Das Rad der Zeit, es scheint als fliegen die Jahre nur so vorbei. Aber nicht überall scheint die Zeit gleich schnell zu laufen. Hat das Rettungswesen auch eine Zeit oder ist es zeitlos?
Wenn ich auf die letzten Jahre zurück blicke, habe ich das Gefühl wir haben uns kaum vom Fleck bewegt. Beim genaueren Betrachten muss ich jedoch sagen, dass wir uns doch vorwärts bewegt haben und uns immer noch bewegen. Wenn ich beispielsweise an den Rettungssanitäter Rahmenlehrplan und die Transportsanitäter Berufsprüfung denke oder an die endlich wahr gewordene Durchgängigkeit in Richtung Pflege, wurden damit Meilensteine gelegt. Jetzt gilt es dies umzusetzen. Oft scheint es aber, dass es keine Meilensteine sonder Steine oder wir selber sind, die uns im Weg stehen. Das sieht man aber oft erst, wenn man die passende Brille aufsetzt. Das ist wohl menschlich und niemand behauptet freiwillig von sich, er hätte eine solche Brille nötig. Oder?
Wie es bis jetzt aussieht, werden wir auf das Vereinsjahresende drei Vorstände verlieren und einen neuen Vorstand dazu gewinnen können. Dies bedeutet, dass wir eine Unterbesetzung des Vorstandes haben werden.
Immer wieder werde ich mit Kritik und Vorwürfen von Mitgliedern konfrontiert, welche teils sicherlich auch berechtigt sind. „Die VRS tut zu wenig, sie muss aktiver sein, wir bräuchten Vergünstigungen für dieses und jenes“?! Was wollen wir eigentlich? Was sind die Ziele? Wir sind offen für alle die sich aktiv im Vorstand betätigen möchten. Immer wieder biete ich den „Kritikern“ an, sich aktiv im Vorstand zu betätigen, aber niemand scheint die Arbeit machen zu wollen. Warum nicht? Ein Blick in die Vergangenheit zeigt verschiedene Beispiele welche den Vorstand „bereicherten“. Alles Mitglieder die meinten, das Rettungswesen könne in einem Jahr geändert werden. Alleine Beharrlichkeit und Geduld bringt uns weiter. Ich würde gerne Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitäter, Transportsanitäterinnen und Transportsanitäter, welche ernsthaft an einer Arbeit im Vorstand interessiert sind und nicht schon in den ersten Wochen oder Monaten kapitulieren, kennen lernen. Der Vorstand steht auch jeder Zeit offen zum reinschnuppern. Wir haben viele Baustellen. Nur am Lichtsignal warten oder eine Umfahrungsstrasse nehmen, bringt uns überhaupt nichts. Wir müssen die Arbeit anpacken! Wenn wir uns nicht zeigen, sieht uns auch niemand!
Vorstand und Mitarbeiter
Mir ist es wichtig hier meinen Dank dem amtierenden Vorstand für ihren stetigen und unermüdlichen Einsatz auszusprechen. Die Arbeit im Vorstand macht Spass. Dies nicht zuletzt wegen den Menschen die den Vorstand bilden. Natürlich habe ich in den letzten vier Jahren in denen ich Präsident sein durfte, vermutlich überdurchschnittlich mehr graue Haare bekommen als andere. Jedoch hätte ich ohne meine Vorstände heute sicherlich eine Glatze. Darum hier meinen Dank an den Vorstand für deren grandiosen Einsatz! Ich bin froh und dankbar, dass ich mich auf sie verlassen darf und kann! Etwa alle zwei Monate treffen wir uns zur Vorstandssitzung. Damit alleine ist jedoch die Arbeit noch nicht gemacht. Bei dem einen oder anderen kommen dann noch weitere Sitzungen dazu. Abhängig von den Gremien in denen er die VRS vertritt. Dies ist alles Zeit, welche wiederum der Familie oder den Hobbys abgeht.
Natürlich gilt ebenso mein Dank denjenigen, die als stille Werker im Hintergrund arbeiten und uns so ebenfalls tatkräftig unterstützen. Dies sind:
Ernst Hilfiker (Redaktor Star of life)
Helge Regener (Mitarbeiter Star of life)
Peter Gantenbein (VRS Shop)
Michel Eigenmann (Notfallsymposium)
Karin Hausmann (H+ Pflegemanagement)
Michael Schumann (SFG -CEFOCA Faculty)
Was lief im letzten Jahr?
Notfallsymposium
Im März 2009 durften wir ein Notfallsymposium ohne Beteiligung einer weiteren Fachgesellschaft durchführen. Es war spannend zu sehen, wie dieses ein Erfolg wurde. Ohne die Unterstützung von externen Helfern und Spenden von Dritten wäre dies nicht möglich gewesen. Darum gilt diesen hier nochmals mein grosser Dank! Wir konnten einmal mehr zeigen, dass wir alleine ein Notfallsymposium auf die Beine stellen können.
In der Zwischenzeit haben Gespräche mit der SGNOR und der i.G. Notfallpflege stattgefunden. Wir haben zusammengesessen und nach Lösungen der Zusammenarbeit gesucht. Für das Notfallsymposium 2011 hat sich die i.G. Notfallpflege jedoch zurückgezogen. Dies stimmt mich etwas traurig und nachdenklich. Trotzdem, das NFS 2011 wird stattfinden und zwar zusammen mit der SGNOR. Am Rettungsforum 2010 in Lugano können wir sicherlich mehr sagen. Nur so viel, das NFS soll im Mai 2011 in Bern stattfinden.
Website
Wem ist es nicht schon aufgefallen? Wir haben wieder eine neue Webseite. Ich hoffe, dass diese Webseite etwas länger hält als die alte Webseite. Uns wurde nun versichert, dass diese Webseite ausbaufähig und zukunftssicher ist, also sicher zweisprachig wird und sich auch besser bedienen lässt. Nicht zuletzt mit dem Einfügen des Inhaltes in der alten Webseite, hatte Elmar Rollwage seine liebe Mühe. Dies soll nun der Vergangenheit angehören.
CEFOCA-SFG (www.cefoca-sfg.ch)
Im November 2008 ist ein Reglement zur Diplomierung des Einsatzleiter Sanität und des Leitenden Notarztes vom Kursbeirat (SAMK) verabschiedet worden. Dieses wird nun umgesetzt. Teilnehmer die vor dem Reglementierungsdatum den Kurs absolviert haben, können einen Antrag zuhanden der SAMK stellen. Zurzeit ist die Rezertifizierung der Diplomierten ein Thema. Das Diplom ist auf fünf Jahre beschränkt. Danach muss ein Nachweis über 50 Fortbildungspunkte der SAMK zur Erneuerung eingereicht werden. Wichtig ist auch zu wissen, dass für öffentlich angebotene Kurse über das Thema „Grossereignis“ und allem darum herum, Punkte bei der SAMK beantragt werden können.
Forum Berufsbildung Rettungswesen Schweiz (www.forum-bb-rw.ch)
In der Entwicklungskommission ist das Thema Nachdiplomstudium und/oder höhere Fachprüfung aktuell.
Der Dipl. Rettungssanitäter HF hat nun auch die Möglichkeit eine Ausbildung in Anästhesie-, IPS- und Notfallpflege (siehe Bericht Ch. Hunziker im Sol 4/09) zu absolvieren. Somit ist nun die seit Jahren ersehnte und erwartete Durchgängigkeit in die Pflege eingetreten.
Wir werden im Forum zusammen mit der OdA Feuerwehr eine gemeinsame Ausbildung zum Leiter Rettungsdienst und Feuerwehrkommandanten prüfen. Dazu wird eine Arbeitsgruppe gebildet. Desweitern wird auch über die Ausbildung zum Leitstellendisponent diskutiert.
24.08.09
Bericht des Präsidenten
In 1 ½ Jahren soll es ja wieder stattfinden. In allen Verbandsbereichen sind die Vorstände aktiv und leisten sehr gute Arbeit. Ein sichtbares Ergebnis ist der neue Webauftritt. Sehr viele Arbeiten laufen im Hintergrund ab ohne dass das einzelne VRS Mitglied mitbekommt was läuft. Darum hier eine Kurzinformation zum Stand Notfallsymposium. Dass die Fachgesellschaften SGNOR und VRS wieder ein gemeinsames Notfallsymposium durchführen möchten, ist glaube ich allen bekannt. In der Vergangenheit gab es da ja einige Unschönheiten. Dies ist nun vorbei. Die SGNOR ist mit uns zusammen an der Ausarbeitung von Statuten zur Gründung eines Vereins „Schweizer Notfallsymposium“.
Ein erster Entwurf der von der SGNOR kam, wurde im VRS Vorstand bereits diskutiert und angepasst. Das daraus resultierende Ergebnis wurde der SGNOR weitergegeben. Diese werden die Statuten ebenfalls nochmals prüfen und uns wieder zur Bearbeitung vorlegen. Das Schweizerische Notfallsymposium soll offen für andere Fachgesellschaften sein. Die Rechtsform „Verein“ ermöglicht dies.
Zudem können die Finanzen der Fachgesellschaften nicht angetastet werden, sollte es unerwartet einmal zu ruinierenden Defiziten kommen.
Was stimmt mich nachdenklich?
Einen (für mich) unverständlichen Bericht las ich in der Juli 09 Ausgabe „Krankenpflege“ der SBK. Darin schreibt der SBK, dass er sich ganz klar gegen eine Öffnung der Berufe Anästhesie-, Intensiv- und Notfallpflege für nicht Pflegeberufe, sprich "Dipl. Rettungssanitäter HF" ausspricht. Ich persönlich finde eine solche Haltung unprofessionell, nicht zeitgerecht und engstirnig. Trotzdem gelang nun eine Öffnung in dem neuen vom BBT genehmigten Rahmenlehrplan zu diesen Berufen. Die Zulassung zu den Weiterbildungen Anästhesie-, Intensiv- und Notfallpflege ist jedoch lediglich für die Rettungssanitäter und Hebammen möglich.
Jetzt ein Abo Bestellen Zeitschrift "Star of Live"
Sie haben noch kein Abonnement für die einzige Fachzeitschrift der Rettungsszene Schweiz?!






